Putwedjew und die Krim

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Auf Süddeutsche.de steht heute das sehr schöne Stück “Da war doch Puschkin: Russland und sein verlorenes Imperium”. Wer verstehen will, warum die Russen und Putwedjew die ukrainische Krim so lieben, sollte diese Seite mal kurz verlassen. Spannender lässt sich Geschichte kaum erzählen.

Nato oder blockfrei?

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Ja, lesen denn die Kollegen der Deutschen Welle nicht meinen Blog? Die Diskussion um einen Nato-Beitritt ist in der Ukraine jedenfalls nicht unbedingt “neu entbrannt” wegen der Kämpfe zwischen Russland und Georgien. Das Thema ist ein Dauerbrenner, dem ich doch sogar meinen ersten Außendreh mit Kamera verdanke.

Aber Journalisten diagnostizieren gern Neues, um einen Bericht unterzubringen. Allenfalls sind die Zeitungen mal wieder voll mit diesem Thema, was ein typisches Medienphänomen ist. Man hat einfach einen Aufhänger, wie das so schön heißt. Trotzdem lohnt sich natürlich zu lesen, was die Deutsche Welle berichtet.

Ich habe mir zuletzt ein paar Erregungen gestattet, ausgelöst von gewissen Widrigkeiten in der Ukraine. Jetzt bringe ich eine gute Nachricht, also zurücklehnen und genießen: Der ukrainische Präsident Wiktor Juschtschenko hat nach der Flutkatastrophe im Westen des Landes (38 Tote) sein Augustgehalt für die Beseitigung der Schäden im Gebiet Iwano-Frankowsk gespendet. Dies meldet Lenta.ru. Im Dorf Kriworiwnja muss eine Schule wieder aufgebaut werden.

Und falls Sie jetzt einen Kommentar schreiben wollen, um die Summe zu erfahren, die der Staatschef locker gemacht hat, weil Sie glauben, sein Gehalt müsse doch bekannt sein, Angela Merkels Verdienst (261500 Euro pro Jahr) sei schließlich auch kein Staatsgeheimnis – sparen Sie sich die Mühe. Ich weiß es nicht. Lenta.ru weiß es nicht. Womöglich weiß es Wiktor Juschtschenko, ich würde aber eher nicht darauf wetten. Vielleicht wird es publik, wenn der Präsident am Jahresende eine Spendenquittung fürs Finanzamt braucht.

Eine halbe Million Ukrainer sind HIV-infiziert. Die Deutsche Welle hat mit der Landeskennerin Inge Banczyk von der Berliner Aids-Hilfe darüber gesprochen. Banczyk sagt: ”Auch die ukrainische Regierung spricht inzwischen von einer Aids-Epidemie.” Mehr…


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