Okt
11
Gastbeitrag: Fußball – heiß und kalt
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Iris’ Mann war einer der glücklichen 75000, die am Sonnabendabend das WM-Qualifikationsspiel zwischen Russland und Deutschland in Moskau im Stadion erlebt haben. Hier ist sein Bericht:
Der Tag verspricht schön zu werden. Nach mehreren Trübwettertagen lässt sich endlich mal wieder die Sonne sehen. Gute Stimmung vorprogrammiert. Tolles Spiel in Aussicht. Aber „warm anziehen“ ist natürlich angesagt, auch wegen der durchaus spürbaren Kühle der Luft.
Auf dem Weg zum Stadion immer mehr und mehr russische Fans und „Fans“. Die einen, mit Mützen, Fahnen, Schals und Tuten ausgerüstet, in zielstrebiger Bewegung Richtung Luzhniki-Sportkomplex zur Unterstützung ihrer Mannschaft. Die anderen, ausgestattet mit allen Attributen staatlicher Hoheitsgewalt, verharren in entschlossener, unerschütterlicher Bewegungslosigkeit entlang einer vorgeschriebenen Strecke. Sie weisen offensichtlich nicht immer den direkten Weg, aber ihre Brust und die Schlagstücke in den Händen definieren eindeutig rechts und links und geradeaus.

Die Fanartikelstände sind dicht umlagert. Auch Fahnen und Schals des heutigen Gegners sind verfügbar, erfreuen sich aber nicht wirklich großer Nachfrage. Die kleinen Grüppchen vereinzelter deutscher Fans sind längst ausgestattet oder verzichten darauf. Sie bevorzugen heute aus irgendeinem Grund ein dezentes Auftreten in Zimmerlautstärke.
Rund um und erst recht auf dem Stadiongelände selbst gibt es keinen Verkauf von Alkohol. Die russischen Fans haben deshalb zum großen Teil den Nachmittag genutzt, um vorab ein paar Promille in den Adern zu bunkern. Aber alles läuft sehr diszipliniert ab, mit lautstarkem kollektiven Optimismus, der sich beim Anmarsch unüberhörbar in fröhlichen Rufen, Gesängen und Sprechchören äußert.

Die langen Schlangen vor den mehrfachen intensiven Personenkontrollen werden einfach mit der nötigen Zeit und Geduld hinter sich gebracht. Und endlich fällt der Blick in das sich füllende Stadion mit dem leuchtenden Grün in der Mitte. Die Zeit bis Spielbeginn vergeht schnell. Der Stadionsprecher schwört das Publikum auf seine Rolle ein: „Wir für Euch, Ihr für uns!“. Die Fans – eine Mauer im Rücken der eigenen Mannschaft! Alle machen mit. Mein ganzer Block C verschwindet unter einer einzigen riesigen russischen Flagge – interessant, das Treiben darunter.

Dann beginnt das Spiel. Erstaunlich – auch die russische Mannschaft zeigt zunächst Respekt und relative Zurückhaltung. Doch bei jedem Pass oder Lauf der eigenen Mannschaft in die gegnerische Hälfte betäubt der Jubel der Fans die Ohren. Die russischen Fanblöcke in beiden Kurven feuern sich wechselseitig an. Doch unbeeindruckt und gut eingestellt tritt die deutsche Mannschaft auf. Stabile Abwehr vereitelt die russischen Attacken, zwischendurch zwei, drei gut gespielte Angriffe, und plötzlich das Tor! Für die Gäste! In den Beginn der Halbzeitpause klingen einige Pfiffe der Fans.
Als die zweite Halbzeit losgeht, besinnen sich die Gastgeber auf ihre Stärken. Pfeilschnelle Durchbrüche und genaue Pässe in den Rücken der Abwehr. So gute Chancen ! Zunichte gemacht durch einen glänzend aufgelegten deutschen Torhüter oder aber kläglich verdaddelt! Immer wieder! Und die Deutschen antworten mit wenig populären Mitteln: Zeitspiel, Simulation, Fouls. Gerechte Strafe – Rote Karte. Erneute Hoffnung! Und doch beginnt mit jedem vergeblichen Schussversuch und jeder ach-so-ungerechten Fehlentscheidung des Schiedsrichters die Mauer der Fans zu bröckeln. Und gerade als die Mannschaft die Unterstützung der Zuschauer am meisten brauchen könnte, in den letzten 10 Minuten, sorgt die Ankündigung des Stadionsprechers über die Vorschriften und Einschränkungen beim Verlasssen des Stadions für eine massive Flucht aus den „benachteiligten“ Sitzblöcken.

Plötzlich, ganz unspektakulär, ist das Spiel aus. Die immer noch reichlich verbliebenen Fans, ernüchtert durch das Resultat und die verstrichenen zwei-drei Stunden Zeit, ergeben sich in ihr Schicksal. Warten heißt es, bis der eigene Sitzblock das Stadion endlich verlassen darf. Nur, wenn in die erschöpfte Stille plötzlich doch die Gesänge des kleinen deutschen Fanblocks dringen, rafft sich das Publikum noch einmal zu allgemeinem Protestgetöse auf.

Übrigens fanden am selben Tag weitere drei Spiele zwischen Russland und Deutschland statt: Mannschaften der Jugend, der Veteranen, der Fans, Alle wurden von den Russen gewonnen. Am schlimmsten kamen die deutschen Fans mit 0:7 unter die Räder. Was aber wiegt das im Vergleich zur Niederlage im entscheidenden Match, dem der „Sbornaja“ in der WM-Qualifikation?
Superstar Arschawin sagte vor dem Spiel:
Ehrlich gesagt, ich möchte über das Thema Relegationsspiele nicht einmal nachdenken, geschweige denn darüber diskutieren, wer darin gegen wen spielen wird.
Tja, hat wohl heute nicht sollen sein.

Okt
7
Gastbeitrag: In der Höhle des Löwen russischen Bären
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(Iris) Als mein Mann mitbekommen hat, dass ich über das bevorstehende Fußballspiel Russland : Deutschland berichten will, hat er sich spontan bereit erklärt, das Projekt in die Hand zu nehmen. Da Christoph ein Fußballfan ist und meine Beziehung zu dem Sport sich aufs Dulden beschränkt, habe ich hier der Kompetenz den Vorrang gegeben ![]()
Hier also der Bericht meines Liebsten:
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„Seit Monaten streben die deutschen Angriffsspitzen auf Moskau zu! Hier wird die Entscheidung fallen! Hier wird die letzte Bastion der Gegner über den Haufen gerannt. Danach ist der Weg bis runter nach Südafrika frei!“
Oh, oh. Schlimme Töne.
Aber Gott sei Dank! So martialisch geht es heutzutage im friedlichen, Völker verbindenden Fußballsport glücklicherweise nicht zu. Obwohl natürlich die Fans der russischen ebenso wie die der deutschen Nationalmannschaft tatsächlich voller Erwartung und auf das Höchste gespannt sind, wer sich am nächsten Samstag auf Moskauer Kunstrasen den Gruppensieg und damit die direkte Teilnahme an der Fußball-WM 2010 in Südafrika sichern wird.
Da muss man dabei sein! Als deutscher Zuschauer in der Höhle des Löwen, also des russischen Bären! Man ist schließlich „Anhänger“ seiner Mannschaft. Klingt ein bisschen passiv, aber man ist wie angekettet und muss eben einfach „mit“, egal wohin die Reise geht. Die russischen Fans dagegen nennen sich „Bolelschtschiki“. Sie „kranken“, also fiebern mit ihrer Mannschaft mit! Eine Begegnung der einen mit den anderen ist bestimmt ebenso spannend, wie das Treffen der Aktiven selbst.
Ich erinnere mich noch gut, wie schwierig es war, Tickets für die WM-Spiele 2006 in Deutschland zu bekommen. Ganz gerecht ging es zu, ganz demokratisch, einfach eine Lotterie. Der Einsatz: alle nur irgendwie verwertbaren Identifikationsdaten der Interessenten!
Hier in Moskau funktioniert die Demokratie einer solchen Prozedur viel einfacher und direkter:
Warte ab, bis die Zeit reif ist, und zahle dann einfach die Schwarzmarktpreise an „offizielle Ticketagenturen“. Gleiche Chance für Jeden, sozusagen.
Gesagt getan: Interesse geäußert, Platz bestimmt, und zwanzig Minuten später soll der Kurier vor der Tür stehen und das Ticket gegen Bargeld tauschen! Schreck lass nach, ist der Mann schnell! Jetzt aber los und auf die Socken gemacht, und aus den umliegenden drei Bankomaten den gängigen Rubel-Betrag abgeschöpft! Man gönnt sich ja sonst nichts! Geschafft – da liegt es auf der Hand, das begehrte Ticket! Um die Nerven zu schonen, übersieht man geflissentlich den aufgedruckten Nominalpreis.
Ab jetzt tickt die Zeit rückwärts. Die Stunde Null beginnt am 10.10.2009 um 19 Uhr Moskauer Zeit im Luzhniki-Sportpark. Und ich werde dabei sein!

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P.S. (Iris)
Hoffentlich ist mein Liebster nicht denen hier aufgesessen!
Okt
5
Gastbeitrag: Ein Brunnen aus goldenen Zeiten
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(Iris) Wir haben beschlossen, die letzten Sonnenstrahlen des Sommers in Moskau zu nutzen, sind in den Trolleybus vor unserem Haus gestiegen und bis zur Endhaltestelle gefahren.
Hier befindet sich die ehemalige Allunionsausstellung der Sowjetunion (VDNCH), die jetzt VVZ heißt (Allrussisches Ausstellungszentrum).
Auf diesem Gelände prangt der Goldene Brunnen der Völkerfreundschaft. Im Zentrum stehen 16 vergoldete Bronzefiguren, die jeweils eine der Sowjetrepubliken darstellen. Die Sowjetrepubliken sind, beginnend mit der Karelischen, Schritt um Schritt abhanden gekommen, aber die Figuren stehen noch

Der Brunnen der Völkerfreundschaft
Okt
4
(Iris) Nun werde ich mal Christophs Bitte entsprechen und einen Beitrag zu seinem Blog leisten. Da ich nicht annähernd so gut schreibe wie Christoph, lasse ich hier ein paar Alltagsbilder sprechen.
An dieser Stelle möchte ich schon mal Axel danken, der sich bereit erklärt hat, das Technische zu übernehmen und den Beitrag auf Christophs Blog zu stellen!
Also Axel – viele Grüße aus dem kalten Moskau, in dem heute die Heizperiode beginnen soll. Die Heizung wird in Moskau zum Herbst hin erst angestellt, wenn es 5 Tage lang im Tagesmittel unter 8 C° war. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber Kiew, denn dort wird die Heizung frühestens am 15. Oktober angestellt, egal wie kalt es ist. Und das auch nur, wenn genug Gas für die Bevölkerung da ist. Dafür unterscheiden sich die Temperaturregelungen in den Wohnungen dann nicht. In beiden Städten werden die Fenster aufgerissen, wenn es zu warm wird, denn Regler an den Heizungen gibt es nicht. Aber ich bin optimistisch und sage NOCH nicht ![]()
Also los geht’s mit den Bildern aus Moskau auch aus wärmeren Tagen:

Sep
15
Leser-Blog-Bindung: Handarbeit
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ODESSA, UKRAINE Ich kann mich nicht erinnern, so etwas schon einmal gesehen zu haben: einen McDrive, bei dem die Angestellte von Autofenster zu Autofenster geht, um die Bestellungen aufzunehmen. Ist das jetzt rückschrittlich? Oder erprobt der berühmte Bulettengriller in Odessa den neuen Kuschelfaktor?
Eigentlich aber will ich nur diese Frau ärgern.
“Fotografieren ist verboten”, hatte sie gesagt.
“Warum?”
“Es ist verboten.”
Allmählich habe ich satt, in diesem Land ständig für unbefugt erklärt zu werden – von gelangweilten Türstehern, dicken Etagendrachen, so genannten Administratorinnen, die vor lauter Schminke kein Gesicht haben, oder 15 Jahre alten Parkwächtern mit einem Alkoholproblem. Wenn ich nachfrage, warum ich irgendwo nicht entlang-, hinein-, hinaus-, hinauf- oder hinuntergehen darf, dann gibt ein sich wichtig fühlender Machtaffe immer diese Antwort: “Es ist verboten.”
Sep
13
Odessaville – Zu wahr, um schön zu sein
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ODESSA, UKRAINE Das Sanatorium “Arkadia” am Französischen Boulevard wirkt ja erst richtig, wenn man auf Farbe verzichtet. Wie schön wäre dieser Ort, wenn er nur von irgendwem so geliebt würde, wie er es verdient hätte? (Die Überschrift ist – natürlich – ein bisschen geklaut.)
Aug
12
Unterirdisch
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ODESSA/NERUBAISKOJE, UKRAINE Ich hatte kurz überlegt, ob ich in den Untergrund gehe und ein neues Leben beginne: als Katakombenkolumnist, der hin und wieder einen der Eindringlinge mit Touristenmarschgepäck überfällt, um Nahrung, Geld, Ausweise und natürlich Anekdotenstoff zu erbeuten. Es ist ja alles da: Werkstatt, Küche, Brunnen, Spiegel, Betten und andere Schlafplätze. Es gibt jedoch in Odessas Katakomben leider kein W-Lan. Ich hätte meine Texte also in den Muschelkalk kratzen müssen – ohne zu wissen, ob irgendwer kommentieren würde. Überdies wollte mich niemand aus meiner Besuchergruppe in die Illegalität begleiten – ich nehme das natürlich nicht persönlich.
Odessas Katakomben sind mehr als 2000 Kilometer lang und – über drei Ebenen – mehr als 70 Meter tief. Das Labyrinth aus Gängen, Tunneln und Höhlen, eines der größten der Welt, ist im Zuge der Stadtgründung Odessas vor 215 Jahren entstanden. Da in der südukrainischen Steppe ohne Wälder und Berge weder Holz noch Stein zu finden waren, griff man zum Muschelkalk unter der Erde, der beim Zurückweichen des Meeres übriggeblieben war.
Hernach boten die Katakomben immer wieder allerhand mehr oder weniger zwielichtigen Gestalten Unterschlupf: Gaunern, Piraten, Freimaurern und Revolutionären. Im Zweiten Weltkrieg verbargen sich dort die Partisanen, um gegen die rumänischen und deutschen Besatzer zu kämpfen. In dem Abschnitt, der für die Öffentlichkeit als “Partisanenmuseum” zugänglich ist, waren es 35 Widerständler, darunter acht Frauen. Auch Paare, getarnte und echte, lebten in diesem Versteck. Das jüngste Mitglied war zwölf Jahre alt. Die meisten dieser Partisanen starben – nach mutmaßlich heldenhaftem Kampf – hinter den Mauern der Gestapo.
Doch was hatten sie bis dahin getan? Hatten sie Anschläge auf Stützpunkte der Besatzer verübt? Wie sah der Widerstand konkret aus? Was machten die Partisanen in den anderen Teilen der riesigen Katakomben? Das Museum – vor 40 Jahren erschaffen von Leuten, die Museen hassen müssen – beantwortet solche Fragen nicht. Der Besucher kann das Partisanenleben kaum nachempfinden, weil nichts mehr ist, wie es war. Odessas Katakomben sind unzugänglich für Museumspädagogik: Pfannen, Töpfe, Lampen, Telefone, Funkgeräte, Bademantel, Lötkolben und Betten stehen und hängen offenkundig seit vier Jahrzehnten unverändert und unerklärt herum. Dies als Ursprünglichkeit und Authentizität zu deuten fällt schwer, wenn selbst in der Werkstatt frischer Sonnenhut steht und nahezu alles nachträglich angelegt worden ist. Wo 1941 oder 1942 nur Finsternis war, leuchten heute Glühbirnen den Weg, und die Hauptgänge sind touristenfreundlich – doppelt so hoch wie einst. Aber das steht – wie so vieles andere – nirgends, das erzählt nur die Führerin, die freilich auch nicht alles weiß:
“Wie viele Partisanen versteckten sich denn insgesamt in den Katakomben?”
“Das weiß man nicht.”
“Ungefähr?”
“Wie gesagt: Das weiß man nicht.”
“Wie viele Leute besuchen die Katakomben jedes Jahr?”
“Da gibt es keine Zahlen.”
“Ungefähr?”
“Tut mir leid.”
(Ich formuliere es so freundlich wie möglich: Mir scheint, dass es größere Publikumsmagneten gibt und man nicht unbedingt ein Statistikbüro brauchte, um die Besucher der Katakomben zu zählen.)
Viele Wege und auch die Brunnen sind mittlerweile verschlossen, weil sich in der Vergangenheit immer wieder Besucher und zuvor auch der eine oder andere Museumsplaner verirrt haben. Wer seine Gruppe verloren habe, erzählte die Führerin, werde kaum mehr herausfinden aus dieser konstant acht Grad kalten Unterwelt. Das Abenteuer beginnt freilich schon über der Erde. Im vergangenen Sommer hatte ich zweimal versucht, die Katakomben zu besichtigen. Doch beide Male stand der Bus auch zwei Stunden nach der geplanten Abfahrtszeit vor dem Bahnhof, ohne dass sich der Fahrer entschuldigt hätte. Beschwerden gab es allerdings auch nicht. Diesmal fuhr ich mit dem eigenen Auto und einer vorher gebuchten Reiseführerin. Es gibt auf dem Weg ins Dorf Nerubaiskoje keine Schilder, die auf diese Sehenswürdigkeit hinweisen. Eine solche Verschwiegenheit kenne ich sonst nur aus dem oberösterreichischen Ohlsdorf, wo das Haus des Schriftstellers Thomas Bernhard steht. Aber dort ist die Weigerung, Besuchern bei der Anreise zu helfen, natürlich eine posthume Rache an dem genialen Österreichbeschimpfer.
Am Ende der ein Kilometer langen Wanderung entschuldigte sich die Reiseführerin für die brutalen antideutschen Propaganda-Plakate am Ausgang des Museums. “Heute ist eine andere Zeit, wir denken nicht mehr so”, sagte sie. “Die Deutschen sind mit ihrer Vergangenheit viel weiter als die Russen und wir.”
Jul
15
Statiker-Blog-Bindung: Gutachten erbeten (2)
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ODESSA/SANJEJKA, UKRAINE Würde mir ein staatlich geprüfter Statiker bitte abermals rasch diesen Fassadenwahnsinn aus Sanjejka abnehmen?
Jul
3
Abwesenheitsnotiz
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Ich werde bis Dienstagmittag auf der Krim sein. Bitte werfen Sie ruhig ein paar Scheine in den Kommentarbereich – denn bei den Preisen auf der Halbinsel werde ich voraussichtlich pleite zurückkommen. Falls Sie Sehnsucht nach mir haben und mich in Jalta besuchen wollen, finden Sie mich hier. Ich empfehle, mit dem Nachtzug nach Simferopol zu fahren und von dort auf der längsten Trolleybusstrecke der Welt weiter zu düsen. Für die 86 Kilometer bis Jalta brauchen diese Uraltbusse angeblich kaum mehr als zweieinhalb Stunden.
Zur Sicherheit wird mein Freund Axel alle Kommentare von Leuten freischalten, die hier zum ersten Mal vorbeischauen. (Er wird sich also nicht überarbeiten.) Bis zu meiner Rückkehr können Sie vielleicht raten, aus welchem Land der Besitzer dieses schönen Flitzers kommt. Ich habe mir sagen lassen, er sei vor zwei Jahren schon einmal in Odessa gewesen.
Jun
19
Die wahrscheinlich längste Prahline der Welt
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Ich weiß nicht, ob irgendjemand die Überschrift kapiert. Die Blumen an der Motorhaube sind übrigens aus Plastik.
Und wenn Sie jetzt auch Lust aufs Heiraten haben, lesen Sie doch bitte ein bisschen in diesem Forum (Achtung: Männer-Link!), wie Sie ohne Traumfigur eine Prinzessin finden. Danke für den Hinweis, Nataliya!























